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Weitere sexuell übertragbare Infektionen:

Behandlung

Roter Kreis, in dem dieser Text abgebildet wird: Eine Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit erhöht meist auch das Ansteckungsrisiko mit HIV.

Die gute Nachricht vorweg: Die meisten sexuell übertragbaren Infektionen sind heilbar.

Allerdings oft nur dann, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, Krankheitszeichen ernst zu nehmen und bei Verdacht auf eine Ansteckung bald zum Arzt zu gehen – im Zweifelsfall auch bei leichten Beschwerden. Wird eine Infektion nicht behandelt, können große Schäden entstehen, die nicht rückgängig zu machen sind. Darüber hinaus erhöht eine Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Infektion meist auch das Übertragungsrisiko von HIV.

Zum Arzt gehen

Eine sexuell übertragbare Infektion kann man nicht selbst heilen. Verwende deshalb niemals Medikamente, die du noch von einer früheren Behandlung hast. Der Erreger deiner jetzigen Infektion kann dagegen unempfindlich sein, und es besteht die Gefahr, dass die Infektion verschleppt wird. Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann die in deinem Fall wirksamen Medikamente aussuchen und verschreiben.

Manchen Menschen ist es peinlich, wegen einer sexuell übertragbaren Infektion zum Arzt zu gehen. Sie schämen sich, Probleme, die einen so intimen Lebensbereich betreffen, mit einem wenig vertrauten Menschen zu besprechen. Aber: Infektionen, die beim Sex übertragen werden, kommen sehr häufig vor. Sie sind deshalb für eine Ärztin oder einen Arzt absolut nichts Ungewöhnliches.

Für Männer ist ein Hautarzt oder Urologe der richtige Ansprechpartner. Frauen sollten ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt aufsuchen. Untersuchung und Behandlung werden von deiner Krankenkasse bezahlt. Darüber hinaus bieten viele Gesundheitsämter anonyme Beratung und Tests an; oft ist dieses Angebot kostenlos.

Partnerbehandlung

Rede offen mit deinem Partner oder deiner Partnerin, auch wenn es dir vielleicht zunächst schwer fällt. Denn ihr beide müsst euch behandeln lassen, sonst springt die Ansteckung zwischen euch hin und her ("Pingpong-Effekt"). In manchen Fällen sollten auch frühere Sexualpartner informiert werden, damit diese sich ebenfalls untersuchen und ggf. behandeln lassen können!

Wenn du bei deinem Partner oder deiner Partnerin Anzeichen einer sexuell übertragbaren Infektion vermutest oder entdeckst, sprich auch das offen an! Denn bis zum erfolgreichen Ende der Behandlung ist ungeschützter, manchmal auch jeder Sex tabu. Besprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wie lange ihr mit dem Sex warten müsst.

Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten der einzelnen sexuell übertragbaren Infektionen findest du in unserem „Ist da was?“-Tool.


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